Im Rahmen der Sommerausstellung 2024 in der Fondation Beyeler wurde Carsten Höllers Arbeit Dream Hotel Room 1: Dreaming of Flying with Flying Fly Agarics, die er gemeinsam mit dem MIT-Kognitionswissenschaftler Adam Haar Horowitz, entwickelt hat, als begehbare Schlafinstallation gezeigt. Ein bewegtes Bett, Sensorik, Licht, Ton und ein rotierender Pilz verbinden Schlaf, Traumlenkung und räumliche Choreografie zu einer temporären Erfahrung zwischen Kunstwerk, Körper und Steuerung.
„People’s experiences, in this case, are people’s dreams.“ – ArtReview
„guide sleeping museum visitors to have flying dreams“ – Adam Haar
„a bed that rocks participants into sleep“ – designboom
Carsten Höller
Fondation Beyeler
2024
Fondation Beyeler, Riehen/Basel
Adam Haar
LUMA Foundation
MIT Museum Studio
MIT CAST
Steeprock Joinery
Prototyping
Softwareentwicklung
Elektronikentwicklung
Interaktionsentwicklung
Controlling
Fertigung
Mark Niedermann
Adam Haar
Am Anfang stand der Versuch, eine künstlerische Idee in eine präzise Bewegung zu übersetzen. In den Gesprächen mit Carsten Höller entstanden zunächst verschiedene Ansätze, bevor sich die Entwicklung auf eine Version der Parallelkinematik eines Hexapoden konzentrierte. Mit dem Probeaufbau in unserer Werkstatt wurde diese Logik erstmals körperlich erfahrbar. Die Testphase mit einem Traumforscher vom MIT Adam Haar half, Bewegungsabläufe, Timing und Wahrnehmung genauer aufeinander abzustimmen. Gefertigt wurde das Bett als System für lange Einsätze und mit wartungsarmer Konstruktion. Die Steuerung basiert auf einer Industriesteuerung von Beckhoff und ermöglicht Fernwartung. Der Aufbau in Basel entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Team der Fondation Beyeler, konzentriert und präzise. So wurde aus einer Vorstellung ein technisches System, das im Raum fast selbstverständlich wirkt.