Mit Voices schuf Philippe Parreno in Seoul eine raumgreifende, dynamische Installation, in der Architektur, Klang und Bewegung miteinander verschmelzen. Im Zentrum der Arbeit steht eine sich fließend durch den Raum bewegende Wand. Sensoren im und außerhalb des Museums erfassen Faktoren wie Wind, Geräusche und Lichtverhältnisse und beeinflussen die Bewegungen der Wand. Durch omnidirektionale Rollen kann sie sich in jede Richtung bewegen, geschmeidig Bögen fahren oder abrupt innehalten, wenn Hindernisse erkannt werden.
Zudem sorgten wir in Kooperation mit Werk 5 für bewegliche Lampen, die sich in ihrer Helligkeit, Position und Geschwindigkeit verändern. Die gesamte Steuerung läuft über die Software TouchDesigner, die üblicherweise in der Showtechnik genutzt wird.
Philippe Parreno
2024
Leeum Museum of Art, Seoul, Südkorea
Idee und Klang Audio Design
Architects Norman Kelley
GSTAV Service Technicians
Walters-Storyk Design Group
Werk 5
Prototyping
Softwareentwicklung
Elektronikentwicklung
Interaktionsentwicklung
Controlling
Kendall McCaugherty Ristau
(Hall+Merrick+McCaugherty)
Hyun Jun Lee
Spirit of Space
… mit Hightech, Präzision und einer Prise Karaoke!
Die autonom fahrende Wand von Voices kann sich in jede Richtung bewegen, dank sechs omnidirektionalen Rollen, die normalerweise in der Industrieautomation genutzt werden.
Gesteuert wird sie über ein „Brain“, das per Funk mit Sensoren im Raum kommuniziert. Wind, Licht oder Geräusche – all das beeinflusst ihre Bewegungen. Doch trotz ihres Gewichts fährt sie sanft und fließend durch den Raum, stoppt rechtzeitig, wenn Hindernisse auftauchen, und interagiert perfekt mit den Licht- und Klangkomponenten der Installation.
Soviel zu den Wänden… anders ist es bei den Ingenieuren des Toolman Customs Team: Um sie schließlich zum Tanzen zu bringen, hat sich der Besuch einer von Seouls zahlreichen Karaoke-Bars als besonders hilfreich herausgestellt.